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zine

Realness, Nazis, Geldverdienen

In der in der letzten Woche erschienenen, aktuellen Ausgabe des Musikmagazins OX gibt es eine ganzseitige Anzeige für eine neue Klamottenmarke. Über die Seite Hate-Core.com sollen in Zukunft Kleidungsstücke vertrieben werden die dem „real spirit of hatecore“ gerecht werden wollen. Damit ist vor allem eine Abgrenzung nach Rechts gemeint. Wurde, in den 1980er Jahren, der Begriff Hatecore durch die New Yorker Band SFA geprägt so wird er heute vor allem von Nazibands benutzt. SFA verstanden Hatecore als besonders kompromisslose aber linke Gesellschaftskritik. Auf die Äußerungen von SFA bezieht sich die Marke in ihrer Selbstdarstellung explizit. Problematisch erscheint jedoch das heute hatecore samt und sonders mit Nazischeiß assoziiert wird.

In einem erläuternden Text im News Bereich des OX wird darauf Bezug nehmend rhetorisch gefragt: „….was gibt es schöneres, als den Nazis ihr Lieblingsspielzeug wegzunehmen, aus „reclaim the streets“ auch ein „reclaim the shirts“ zu machen?“ Diese Argumentation ist aber ungefähr so logisch, wie dem Palituch einen linken Anspruch abgewinnen zu wollen. Nazis lassen sich eben nicht davon abschrecken das die Markenrechte auf dem Begriff (wie „Punk“ ist das denn eigentlich bitte?) „hatecore“ in Essen liegen, wie das OX nahe legen möchte. So lange wie Nazis mit dem Begriff etwas anfangen können, was zweifelsohne der Fall ist werden sie ihn für sich benutzen. Dabei ist es völlig egal ob der Macher von Hatecore David Kornowski sich vor keine Karren spannen lassen will. Gerade das Argument der Urheberrechte zieht überhaupt nicht. Im Zweifelsfall kaufen die Nazis eben einfach Kornowskis Kleidung.

Fraglich ist auch grundsätzlich, welche Gesellschaftskritik noch befördert werden soll, die sich in zwei Wörtern: Hate und Hardcore, zusammenfassen lässt? Ist also die ganze Begrifflichkeit hatecore per se zweifelhaft? Natürlich! Aber vor allem in der Hinsicht das es sich zunächst um Musik handelt. Diese wird erst in Verbindung mit einem bestimmten Kontext überhaupt politisch. Zu allererst ist aber auch hatecore, als für den Verkauf produizerte Musik, eine Ware. Das Wiederaufleben des Begriffs in einer Kleidungsmarke ändert daran nichts. Die Anknüpfung an die Spielart des NYHC aus den 80er Jahren und der direkte Bezug auf SFA, dient nur dazu dem Markenimage auf die Sprünge zu helfen. Abwehrkämpfe gegenüber Nazis stellen in diesem Sinne eine Kontroverse her, die sonst nicht besteht. Außer von Nazis wird, bei aller Ausdifferenziertheit von Hardcore, der Begriff Hatecore als Genrebezeichnung im Wesentlichen nicht mehr genutzt.
ktfb am 7.8.06 16:21


Was ich dir eigentlich noch erzählen wollte…

Ich liege auf der Couch in der Küche. Während ich in der Zeitung einen Auszug aus einem Liebesroman übers Rauchen lese, läuft aus meinem Zimmer Coldplays „Parachutes“. Mir wird mulmig - die Musik ist schön, irgendwie. Mit einem Blick auf die Uhr steigt meine innere Unruhe. Raik ist jetzt zehn Minuten überfällig. Er wollte sich unsere Wohnung ansehen, weil er eine sucht und wir aus dieser ausziehen werden. Ich glaube nicht mehr daran, dass er kommen wird, als ich aus dem Fenster gesehen habe. Auch unten steht niemand schüchtern vor der Tür und wartet darauf abgeholt zu werden.
Raik ist ein Arschloch! Er will sich nicht von uns bescheißen lassen und in eine Wohnung ziehen, die direkt an einer Bundesstraße liegt und natürlich viel zu laut ist. Raik hat Recht. Wir haben ein Problem. Ohne Nachmieter die sich die Wohnung so andrehen lassen wie sie ist, müssen wir sie komplett neu tapezieren. Rauh Faser Weiß - das ganze Programm.

Ich war vorhin selbst in einer Wohnung. Vielleicht wird es unsere neue. „Uns“ heißt dann nicht mehr dasselbe wie jetzt. Neue Wohnung - neuer Mitbewohner. Keiner weiß wie das wird. Ist auch gar nicht so wichtig jetzt. Hoffentlich bekommen wir bald eine Wohnung, das weitere wird sich finden. Ist sie aber nicht doch zu klein? Findet man etwas Besseres ohne viel Geld für einen Makler auszugeben…

Das Klingeln zerreißt den Gedanken. Raik kommt doch noch! Ich bin erstaunt als ich die Tür aufmache. Raik ist kein Arschloch sondern ein Genosse. Vor mir stehen zwei junge Männer von denen ich nur weiß, dass sie aus Wismar kommen und Antifa-Kram machen. Die Welt ist ein Dorf. Das macht die Sache nicht einfacher. Ich will irgendwie keine Genossen bescheißen und ich habe auch so nicht das Gefühl, dass die beiden unsere Nachmieter werden.

Ein erneuter Versuch wird wohl nicht ausbleiben und zwar in beiden Richtungen: den Besuch heute Nachmittag noch mal überdenken und neue Interessenten für unsere Wohnung anlocken. Zieht mich eigentlich nur dieses Wohnungsding so runter oder ist es die Gesamtsituation. Das Gefühl den Dingen nur noch hinterher zu laufen. Nicht ich bin es der hier souverän alles abklärt. Die verpassten und verpatzen Termine und Fristen hetzen mich. Als ich zum Telefon greife sitze ich mit diesem Kloß im Hals auf dem Boden im Flur …
ktfb am 3.8.06 21:06


Online Sampler



Hier gibt es coole Musik. Auf der Page ist ein Sampler for free reingestellt. Bin über Beatpunk draufgestoßen. Die Musikauswahl ist eine ziemlich hektische chaotische Mischung Screamo, Emo und durchaus auch Lange-Haare-Rock Elemente die ausnahmsweise mal nicht eklig sind. Irgendwie... Ich habe mit meiner Steinzeit - Internetconnekke noch nicht alles gezogen aber einige Dateien sind so kurz als wenn es auch noch Grind gäbe. Ein bunter Blumenstrauß an Melodien also…
ktfb am 26.6.06 02:17


Phase2 Nr. 20 Bodycount –zur Tauglichkeit von Terrorismusanalysen

Der Schwerpunkt der 20. Ausgabe der Phase2 ist der Terror bzw. der Umgang mit dem Terror. In den Beiträgen von Thomas Schmidinger, Gerhart Scheit, Bernhard Schmid, Ben Andrews und Klaus Thörner geht es um das Titelthema. Unter Anderem wird hier der Brauchbarkeit des Begriffs Terror angesichts dessen Rolle in den Totalitarismustheorien nachgespürt oder wie im Falle Scheits Terror bereits als Gründungsgewalt in der französischen Revolution gezeigt welcher den neuen Menschen – der weiterhin aussteht- hervorbringen sollte. Gegenüber diesen „Terreur“ der Französischen Revolution wird sich auch den antisemitischen Suicide Attacks gewidmet die allein darauf abzielen den größtmöglichen Massenmord zu bewerkstelligen. Des Weiteren Befasst sich Klaus Thörner mit dem Appeasement der Europäer gegenüber diesem Terror und der sich daraus ergebenden und für die Islamisten ergiebigen Dynamik.

Neben der Titelstory gibt es in Phase2 20 auch weitere interessante Artikel. KP Berlin melden sich zur in Phase2 laufenden Antifa Debatte zu Wort und kritisieren den oftmals kommentierenden Charakter antifaschistischen Engagements. So schreiben sie: „…So wie der Reporter nicht den Gegenstand abschaffen will, weil er seine eigene Existenz dem Tatbestand verdankt, dass nach dem Spiel vor dem Spiel ist, scheint es sich auch mit mancher politischen Gruppe zu verhalten. Kritik zielt hier nicht auf die Überwindung des schlechten Zustands, sondern die Kommentierung genügt sich als Verweis auf die eigene moralische Integrität…“

Dem Falschen Ganzen geht auch der Beitrag von Christine Kirchhoff nach, welche sich in „Freud und Leid“ mit dem Verhältnis Adornos und der Psychoanalyse auseinandersetzt. Kirchhoff zeigt die Verbindungen zwischen Psychoanalyse und Adornos Denken auf und macht die Kritik Adornos am Konzept der psychoanalytischen Kur innerhalb des falschen Ganzen deutlich.

Phase2 gibt es im gut sortierten Infoladen oder Internet

ktfb am 25.6.06 15:17


ich mach dat jetz ma'

Ich bekomme ständig diese Mails mit bitte um Veröffentlichung, in einem Blog macht das ja jetzt auch mehr Sinn al in einem relativ unaktuellen Printzine. Na denn mal los:

Electro @ Köpi - Soliparty für das Kontrollverluste-Festival 2006

mit: Plemo, Dj Term, KollektivOst

06.05.2006 ab 21 Uhr

Köpi-Keller
Köpenicker Straße
Nähe Bahnhof Ostbahnhof

www.kontrollverlustefestival.de.vu

ktfb am 20.4.06 23:49


wieder da

Ich war für ein paar Tage aufs Land geflüchtet, und hatte dort ein paar nette Tage. Wieder zurück steht natürlich wieder der ganze übliche Scheiß an. Damit die Übersicht nicht ganz verloren geht versuche ich seit heute Vormittag aufzuräumen. Unter den Müllbergen kommen viele Sachen wieder zu Tage zum Beispiel ein Text von Gerhard Scheit: „Der neue Behemoth und die alten Grenzen des Liberalismus“ (auch hier zu lesen) Im Text werden genau die Probleme verdeutlicht welche bei den Diskussionen auf Indymedia und bei links-lang bspw. zu der Greifswald Demo falsch laufen. Also unbedingte Leseempfehlung!

Morgen ist wieder Pogomania (In Rostock)auf Lohro 90,2. Die Sendung kann auch im Internet über einen Stream gehört werden. (Für weiteres hier)
ktfb am 17.4.06 14:44


Das Bild habe ich bei links-lang im Off Topic Bereich gefunden.. ist doch der Hammer, oder?

ktfb am 11.4.06 00:58


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