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immergleiches aka alltag

...endlich!

Jetzt funktioniert das Internet in unserer Bude. Das heißt: in Zukunft wieder regelmäßigere Portionen KTFB Bloggerei. bis dann!
ktfb am 27.9.06 15:41


Klick!

Am Samstagabend bin ich von meinem ersten Messejob zurückgekehrt. Vieles war anders als ich es mir vorgestellt hatte. Ich habe in der Nachtschicht gearbeitet. Dort war alles viel ruhiger und überschaubarer als tagsüber, wenn es rund um den eigenen Stand auch überall rumwuselt. Mein Chef war OK. Meine größte Angst war etwas kaputt zu machen oder irgendwie anders zu versagen. Kaputt gemacht habe ich dann auch etwas, doch dies war nicht der befürchtete worst case. Ein Kumpel aus der Tagsschicht beruhigte mich: „Wer nichts kaputt macht arbeitet nicht“. Derlei Weisheiten gab es eine ganze Menge, zu hören dort.

Während des Arbeitens klickte es dann irgendwann. Mir wurde plötzlich ganz dringlich bewusst, dass dies ja schon eine gute Gelegenheit sei etwas Geld zu verdienen, ich aber etwas anderes will: Studieren. Ich will noch so viele Bücher lesen, in Theorien eintauchen, sie verstehen lernen, meine Welt erweitern. Es war eine Art Erweckungserlebnis: Beim Arbeiten ist es nicht möglich über einen gewissen Horizont hinaus zu denken. Das heißt nicht, dass auf dem Bau alle Idioten sind. Gerade beim Messebau ist es im Gegenteil nicht verkehrt weiter als von der Wand bis zur Tapete denken zu können, wenn die Maße mal wieder hinten und vorne nicht stimmen und eine Lösung gefunden werden muss. Das ist jedoch eine andere Art von Nachdenken als die die ich meine.

Ich möchte mich mit Geschichtsphilosophie, Kulturkritik, der Revolution und noch vielen anderen Dingen beschäftigen, und ich möchte nicht, dass mich die Konzentration auf einen Akkuschrauber daran hindert meine Gedanken zu entfalten. In dieser Deutlichkeit war mir das bisher nicht klar. Bisher bin ich mehr oder weniger vor mich hingedümpelt einiges ist mir gelungen, anderes nicht. Aber oft hat es denn Anschein als sei alles ohne Kampf gewonnen worden.

Wie ich auf dem Gebiet der handwerklichen Arbeiten mich selbst immer als unbegabt inszeniert habe, so habe ich nicht mit Selbstvertrauen auf mein Lernen und Studieren geblickt. Von heute auf morgen wird man kein anderer Mensch schon gar nicht nur weil man es beschlossen hat. Wo ich gestern noch voller Sicherheit über meinen Entschluss, etwas zu ändern war, merke ich heute wie schwer es mir fallen wird dies in die Tat umzusetzen. Aber es durchzuziehen egal wie schwer es auch immer werden mag, ist eben der Unterschied den es zu verwirklichen gilt.
ktfb am 26.9.06 21:10


bald



Morgen geht es dahin. Mal sehen wie ein Theaterfestival ist, ich war noch nie bei so etwas und bin schon ziemlich gespannt drauf.

Nächste Woche muss ich Geld verdienen. Messebau. Das erste Mal. Ein bisschen mulmig wird mir dabei schon, besonders wenn ich daran denke wie einige Leute aus meinem Umfeld drauf sind, wenn sie nach einem oder zwei Monaten Messe wiederkommen. Aber so schlimm wird es schon nicht werden.
ktfb am 15.9.06 17:37


Seid nicht traurig ich schreibe bald wieder! Morgen ist Abnahme der alten Wohnung danach muss einfach alles besser werden. Dann habe ich auch mal wieder Zeit für das Bloggen.
ktfb am 6.9.06 19:28


...

Als ich durch die letzten Reihen der Straßenbahn nach vorne gehe merke ich schnell, dass es um diese Uhrzeit nur wenige Sitzplätze gibt. Ich setze mich an die Tür, auf einen Platz, der für Mütter mit Kinderwägen, Rollstuhlfahrer und Fahrräder bestimmt ist. Als mein Blick durch den Wagen fällt bleibe ich bei der blonden Frau hängen, die in diesem Moment zusammen zuckt. Sie hat mich erkannt, ich könnte jetzt grüßen. Mein Blick hat sich abgewendet, die Erinnerungen kommen hoch. - Cliquen, Freundschaften, die Coolen und die weniger Coolen: die ganze Teenagerhölle. Sie war schon immer eine von den weniger Coolen. Ich war Außenseiter. - Diese Frau kommt wie ich vom platten Land und ging mit mir zusammen zur Schule. Wir mochten uns nicht.
Aber warum zuckt sie zusammen wenn sie mich erkennt? War es so unwahrscheinlich in dieser Bahn, in dieser Stadt irgendwann mal jemanden von der Schule zu sehen? Habe ich mich wirklich so drastisch verändert wie bereits neulich jemand zu mir meinte den ich seit langem nicht gesprochen hatte?
ktfb am 29.8.06 16:29


„Angina“ sagt der Arzt. „Eigentlich ist das etwas Virales aber bei ihnen haben wir schon eine bakterielle Entzündung. Er verschreibt mir Antibiotika. Ich der Hippie, der immer Skepsis vor solchen Medikamenten hat, soll jetzt drei Mal täglich Cefaclor einnehmen.
Aber die andere Seite der Sache sieht so aus: eine dicke Schwellung im Rachen macht jedes Schlucken schmerzhaft, ich bin fiebrig und habe Kopfschmerzen. Wenn ich von einem Raum in einen anderen wechsle wird mir kalt und ich beginne zu frösteln. Ich habe Gliederschmerzen bin müde und kann doch nicht einschlafen.

Das hier ist bald vorbei:

"Verkackter Nazibau! Seit 1937 schwitzen hier jeden Sommer die Menschen in dieser verschissenen Wohnung. Gebaut wurde sie für diejenigen, welche die Bomber bauten, die Europa in Schutt und Asche gelegt haben. Heute lieg ich in diesem Heinkel Bau. Wenn ich betrunken bin schreibe ich manchmal Foren voll gegen Deutschland. Oft kann ich nicht einschlafen weil die Bundesstraße hinter der Backsteinwand zu laut ist. Heute nacht kann ich nicht einschlafen weil es zu heiß ist. Alle Steine sind von der Sonne aufgeheizt. Jetzt regnen draußen feine Fäden vom Himmel, hier drinnen glüht es dessen zum Trotz weiter. Ich muss hier weg."
ktfb am 25.8.06 10:22


numbing my pain

Liedtexte sagen wahrscheinlich gar nichts oder sind zumindest nicht komplex genug um wirklich einer Situation im echten Leben eines Anderen gerecht werden zu können. Wer einen Text verfasst mag ja noch sein eigenes Leben irgendwie da mit einbauen. Aber die Hörer? Trotzdem habe ich gestern abend die ganze Zeit einen Ohrwurm von Heaven Shall Burn gehabt.

Dreams torn to pieces, broken like glass
Hope faded away, withered like leaves
Not knowing is blessing, ignorance the only protection

Nothing is numbing my pain
The fragments of my faith
Became the blade in my hand
Just darkness my eyes see
Pushed me to the end of all dead-end-streets

A curse - cannot lie to myself
I'm doomed - can*t silence my heart
Fear is the tool, conformity our medicine

Nothing is numbing my pain
The fragments of my faith
Became the blade in my hand
Just darkness my eyes see
Pushed me to the end of all dead-end-streets

How can I smile as this age dies, like everybody else
Dancing around the fire, that burns this world
the fire, that burns this world

Cannot bend down, I would just break
I hate myself for playing their game
Parents poison their children, never teach them to question

Nothing is numbing my pain
The fragments of my faith
Became the blade in my hand
Just darkness my eyes see
Pushed me to the end of all dead-end-streets

If it only wasn't for this certainty in me
I am a giant in their tiny world
ktfb am 20.8.06 13:59


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