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time to act

anti-ost-deutsch

Ich bin bei meinen Recherchevorbereitungen für ein Unireferat mal wieder auf Texte aus dem monatlich erscheinenden Newsflyer des Conne Island (Leipzig) gestoßen. Im Cee Ieh gibt es einen Text der sich mit dem Zusammenhang von Ostidentität und nationalem Sozialismus befasst. Ich weiß noch nicht ob ich mir den noch mal eingehender zu Gemüte führen werde.

Meine Erinnerungen an Familienfeste bringen mich zunächst zum Schmunzeln und dann in Versuchung die überflogenen Zeilen für nicht ganz falsch zu halten.

"...Neben dem Verharren auf gemeinschaftsorientierte Betriebs- als auch Alltagskulturen, die auf Gleichmacherei basieren, ist für die Ostdeutschen charakteristisch, dass sie originär westliche Werte wie Individualismus und im weitesten Sinne Bürgerlichkeit ablehnen. Der historische Gebrauchswert des Kapitalismus, die Menschen aus ihren „kleinen, halb barbarischen, halb zivilisierten Gemeinwesen“ (Marx, 1972, S. 441) zu befreien: aus Gemeinwesen, die die Menschen in Unmündigkeit, Aberglaube und despotischer und persönlicher Abhängigkeit verkümmern ließen; aus Zuständen, die den Menschen „unter das Joch äußerer Umstände zwangen, statt den Menschen zum Beherrscher der Umstände zu erheben“ (ebd., S. 442): kurz: die „radikale Revolutionierung der sozialen Verhältnisse“ (ebd., S. 442) gilt dem Ossi als einzige Zumutung. Dieser „Bedrohung“ wird im Osten ein Gemisch aus regressiver Gemeinschaft mit wahnhafter Verteidigung der Scholle, Sicherheitsstreben, deutschem Arbeitsethos mit einem Hang zum Arbeitsspartanertum entgegengesetzt, und als wäre dies nicht schon genug, wird keine Gelegenheit ausgelassen, sich als das dauernde Opfer zu präsentieren – die Selbstethnisierung zur ostdeutschen Schicksalsgemeinschaft...."
ktfb am 30.10.06 16:36


ktfb am 28.10.06 18:48


durch den Dreck

Ich habe gerade 2 Stunden gebraucht um mich durch unseren Abwasch von einer Woche zu spülen. Und weil ich gerade nicht weiß was es sonst so wichtiges zu melden gibt melde ich eben einfach nur das.


Ein Ding hab ich noch bei ktv-zone gibt es krasse Goa Hippies zu sehen.
ktfb am 23.10.06 21:42


ktfb am 20.10.06 23:18


noch mal: modern life is war - the outsiders (live)

http://www.youtube.com/watch?v=bwGTw3dBGkc
ktfb am 9.10.06 22:04


stop to show off - start to learn

Es reicht! Ich muss es tun, ich muss es jetzt tun. Am Wochenende war ich zu Besuch bei meiner Familie. Und wie das so ist wenn man ein wenig Zeit miteinander verbringt, dann fällt einem mal wieder Einiges auf. Ich dachte in diesem Fall ganz deutlich erkennen zu können, dass meine Unentschlossenheit, mein Zögern, mein im entscheidenen Moment fehlendes Selbstvertrauen nicht nur mein Problem ist, sondern auch ein bisschen unser typisches Familienproblem.

Da ich vor einiger Zeit beschlossen hatte damit nun mal aufzuhören und nun richtig durchzustarten, lagen mir die schlauen Kommentare mal wieder en masse auf der Zunge. Aber erst mal sollte ich für mich selbst die Gegenprobe machen, bevor ich beginne die Weisheit mit der ganz großen Schöpfkelle auszuteilen. So habe ich noch gestern Abend begonnen, meine Wochenaufgabe für heute zu erledigen und den ersten Band der Kritik der politischen Ökonomie mal zu Ende zu lesen. Ich habe gerechnet, ich kann das schaffen. Echt! Ich muss nur jeden Tag mein Pensum lesen und dann geht das. Wenn ich hier schon solche potentiellen Angeberansagen mache, sollte ich vielleicht dazu gestehen, dass Marx nicht das Einzige ist, was angefangen, aber bisher noch nicht ausgelesen, hier rumsteht. Aber darum geht es ja: „Nägel mit Köpfen machen“, wie es so heißt. Oder um es mal mit anderen Worten und mehr auf mich bezogen zu sagen: Ich sollte nicht immer rummeckern, dass ich zu wenig Zeit habe sondern sie einfach mal nutzen! Das habe ich getan und habe heute meine Portion gelesen. (Morgen wird es um den Vierten Abschnitt gehen: die Produktion des relativen Mehrwerts - wer es genau wissen will.)
ktfb am 9.10.06 21:26


hmmm...

Lese gerade in der aktuellen Jungle World den Beitrag im Dossier von Ernst Lohoff. Er schreibt dort über den seiner meinung nach vor allem etnischen oder kulturalistischen Konflikt, der immer in Anlehnung an Huntigtons Buch als Clash of Cultures verhandelt wird.

Ich bin mir nicht so wirklich sicher, ob ich Lohoff in Allem folgen möchte was er schreibt. Wie schon gesagt ich lese den Beitrag gerade erst und muss es wohl noch einmal tun. Einen Gedanken den Lohoff zitiert fand ich sehr interessant :

»Wenn das Projekt der Konstitution von Individuen, die vollständig an der Modernität teilhaben, in der wirklichen Erfahrung des Alltagslebens seine Absurdität enthüllt, wird die Gewalt für das neue Subjekt zur einzigen Form der Selbstbestätigung. Die Neo-Gemeinschaft wird dann zur Nekro-Gemeinschaft. Die Ausschließung von der Moderne nimmt religiöse Bedeutung an: So wird die Selbstaufopferung zu einem Weg, auf dem man gegen die Exklusion ankämpfen kann.«

Ich habe mich gefragt warum wir eigentlich ständig Filme sehen in denen sich Helden in Selbstaufopferung und jenseits von in unseren Gesetzen und Regeln üblicher Art und Weise dem Erlösenden Ende aka Happy End entgegenmetzeln. Es würde für Lohoffs Gedankengang sprechen(, wenn ich den denn richtig verstanden habe), die Existentz dieser Motive in unseren Filmen als Ausdruck eines Unbewussten durch den Film(, als gesellschaftlichem Ereignis) anzusehen.

Ich werd mal weiterlesen und sehen was passiert...
ktfb am 28.9.06 20:07


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